samstag, 19.juni 2004
21uhr


© M.Ambrogini

er war, sagt man, ein bösewicht...

eine szenische aufführung
rezitate: toni blattnig
regie etc.: harald michlits
szene: franz gyolcs
musik: ????

in den balladen villons stehen immer die kleinen leute im mittelpunkt , er beschreibt den überlebenskampf derjenigen, die im feudalismus in der sozialen hierarchie nur wenig über den tieren standen, deren schicksal "adeligen menschen" komplett egal war, und die der willkür der machthaber restlos ausgeliefert war.

aus einer idee von toni blattnig heraus entstand dieses Projekt, ursprünglich zur aufführung in einem gasthofgarten in nickelsdorf gedacht. der "magic moment" der wiederbelebung des kleylehofes gab der idee eine wendung hin zum politischen inhalt villonęscher texte. dieser verlassene gutshof als repräsentativer ort feudalen umganges mit menschlichem und tierischen material, bietet in seiner momentanen morbidität und abgeschiedenheit den hintergrund zum lustvollen umgang mit gegend, geschichte(n), gaunern, gauklern und veränderung.

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